Grüntendenkmalerhaltungsverein

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Willkommen auf dem Grünten !

Hier auf dem Gipfel vom "Wächter" des Allgäus
steht das Denkmal zu Ehren der
gefallenen Gebirgsjäger der beiden Weltkriege.



Grüntentag 2015


Am 12. und 13. September 2015
Programm:

Samstag, 12. September 2015, 17.00 Uhr: Gedenkfeier am Gemeinschaftskreuz im Sonthofener Friedhof mit Diakon Norbert Oeing
 
Sonntag, 13. September 2015, 10.30 Uhr: Bergmesse mit Militärpfarrer Stefan Bauhofer und Gedenkansprache des Standortältesten Oberst Klaus Werner Schiff am Jägerdenkmal auf dem Grünten (bei jedem Wetter!)
 
10.30 Uhr: Gedenkmesse in der Pfarrkirche St. Michael in Sonthofen. 
Anschließend Kranzniederlegung an der Ölbergkapelle durch den Vizebürgermeister Harald Voigt 

 14.00 Uhr: Kameradschaftsnachmittag im Gasthof Löwen in Burgberg!

Am 12. und 13. September 2015 findet wieder der traditionelle „Grüntentag“ statt. Eine besondere Bedeutung erhält die Veranstaltung in diesem Jahr durch die Erinnerung an die Entstehung der deutschen Gebirgstruppe vor 100 Jahren.
Mit der Gedenkveranstaltung wird seit vielen Jahren an die schrecklichen Folgen von Gewalt, Terror und Kriegen erinnert. Insbesondere wird der Gebirgssoldaten aller Nationen gedacht, die in den beiden Weltkriegen gefallen, ihren Verwundungen erlegen, in Kriegsgefangenschaft verstorben oder aber durch Kriegsverbrechen ums Leben gekommen sind.
 
Aber auch die Gebirgssoldaten der Bundeswehr, die im Einsatz für Frieden und Freiheit ums Leben gekommen oder bei Auslandseinsätzen gefallen sind, werden mit einbezogen.
 
Die zentrale Veranstaltung findet wie immer am  Jägerdenkmal auf dem Grünten statt.
Mit diesem Denkmal ist den Gefallenen des Jägerregiments 3 aus dem 1. Weltkrieg und der Gebirgstruppe der Wehrmacht sowie den Toten und Gefallenen der Bundeswehr ein würdiges Mahnmal gesetzt.
 
Zahlreiche Abordnungen von Soldatenverbänden aus dem In- und Ausland, wie z.B. Italien und Österreich, werden zum Grüntentag 2015 mit ihren Fahnen erwartet. Vertreter der Gebirgstruppe der Bundeswehr werden ebenfalls teilnehmen. Auch dies ist bereits Tradition. Seit 1956 legen u. a. Vertreter der Bundeswehr und der Stadt Sonthofen bei der Gedenkveranstaltung am Jägerdenkmal Kränze nieder. 
 
Umrahmt wird die Gedenkfeier auf dem Grünten durch die Musikkapelle Rettenberg, die Alphornbläser aus Burgberg und die Oberallgäuer Feuerschützen. Die Feier findet bei jedem Wetter statt!
Die Truppen- und Gebirgsjägerkameradschaft „Grünten“ lädt alle ehemaligen sowie aktiven Soldaten und Reservisten mit ihren Angehörigen und Bekannten, aber auch alle Mitbürger ganz herzlich ein, möglichst zahlreich am „Grüntentag 2015“ teilzunehmen, um der ungezählten Opfer von Krieg und Gewalt zu gedenken und um ein Zeichen gegen das Vergessen und für den Frieden zu setzen.
 
Vor 100 Jahren wurde mit der Aufstellung des Alpenkorps die deutsche Gebirgstruppe gegründet. Anlass dafür war in erster Linie die Kriegserklärung Italiens an Österreich-Ungarn im Mai 1915. Das Alpenkorps mit einer Gesamtstärke von ca. 26.000 Mann wurde zunächst an die Frontlinie in den österreichischen Dolomiten entsandt, um dem verbündeten Österreich-Ungarn damit Unterstützung gegen Italien zu gewähren. Die eigentlichen Gebirgstruppen Österreichs waren an der Ostfront in Galizien und Serbien gebunden. Später kämpfte das Alpenkorps an beinahe allen Kriegsschauplätzen des Ersten Weltkrieges. Es bestand in etwa zur Hälfte aus bayerischen Einheiten. Bis auf Sachsen kämpften alle deutschen Kontingente im Alpenkorps.
Nach dem Ende des 1. Weltkrieges gab es in der Reichswehr einige Truppenteile, die zum Kampf im Gebirge befähigt waren. In der Wehrmacht schließlich wurden zahlreiche Gebirgsdivisionen aufgestellt.
Bei der Planung für die Aufstellung der Bundeswehr waren wiederum Gebirgstruppenteile vorgesehen. Hierbei haben sicher die Erfahrungen des Ersten und Zweiten Weltkrieges eine wesentliche Rolle gespielt, wonach Gebirgstruppen nicht nur im Hochgebirgseinsatz, sondern auch in schwierigem Gelände und unter härtesten Witterungsbedingungen Besonderes zu leisten vermögen.
Nach Auflösung der 1956 aufgestellten Gebirgsdivision gibt es heute in der Bundeswehr nur noch die Gebirgsjägerbrigade 23. Sie führt Einsätze im gesamten Einsatzspektrum durch, auch im schwierigen bis extremen Gelände einschließlich großer Höhen und unter extremen Klima- und Wetterbedingungen. Dazu gehören auch Einsätze im städtischen Umfeld, im Gebirge und im Hochgebirge, in der Wüste und in arktischen Bereichen.
Das Jubiläum ist gerade auch vor dem heutigen sicherheitspolitischen Hintergrund Anlass dafür, der unzähligen Opfer von Krieg und Gewalt in den vergangenen 100 Jahren zu gedenken. Insbesondere an die Opfer der gegnerischen und eigenen Gebirgssoldaten soll erinnert werden. Ein Beispiel hierfür ist das ehemalige Jägerregiment 3, das allein in den Jahren 1915 bis 1918 3000 Tote zu beklagen hatte.  Diese hohen Verluste waren der Grund dafür, dass durch die „Kriegskameradschaft der ehem. 3er-Jäger“ in den Jahren 1923 / 1924 das Jägerdenkmal  auf dem Grünten errichtet wurde.
Die gedankliche Verbindung von 1915 bis heute bilden die Gedenktafeln am Mahnmal für die Toten der 3er-Jäger, der Gebirgsjäger der Wehrmacht und der Gebirgssoldaten der Bundeswehr. 
Für den 07.September vor 85 Jahren plante die Kriegskameradschaft ehem. 3er-Jäger eine Gedenkfeier auf dem Grünten, bei der die  Fahne der Kriegskameradschaft geweiht werden sollte. Wegen schlechten Wetters fand die Weihe allerdings in der Pfarrkirche Rettenberg statt. Die Kameradschaftsfahne – noch heute im ursprünglichen Zustand - zeigt auf der Vorderseite das Emblem der früheren Schneeschuhtruppe und nennt die Einsatzräume Dolomiten, Serbien, Vogesen und Karpathen. 

Auf der Rückseite sind das Abzeichen des Karpathenkorps, in dem das Jägerregiment 3 ebenfalls gekämpft hatte, mit Edelweiß und Hirschgeweih sowie die Namen der Einsatzgebiete Flandern, Verdun, Marne und Italien zu sehen.

Der Verbleib der Fahne nach der Gleichschaltung der Kriegervereine 1933 ist nicht bekannt. Vermutlich wurde sie bei dem früheren Grüntendenkmal-Erhaltungsverein München e. V. aufbewahrt. Anlässlich der Übergabe des Jägerdenkmals an den Grüntendenkmal-Erhaltungsverein Sonthofen e. V. beim  Grüntentag 1958 ging die Fahne an den Kameradenkreis der III. / Gebirgsjägerregiment 99 über. Diese Vereinigung wurde später in Gebirgsjägerkameradschaft Sonthofen umbenannt. Nach deren Auflösung 2003 wurde die Fahne der Truppen- und Gebirgsjäger-Kameradschaft Grünten übergeben, die sie bis heute führt.
In Erinnerung an das Jubiläum der Fahnenweihe und als Dank für die jahrelange Ausrichtung des Grüntentages wird bei der Gedenkfeier der Kameradschaft ein Fahnenband vom  Grüntendenkmal-Erhaltungsverein der übergeben.

 
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